Zum Inhalt

Sicherheitsratgeber

Fenster und Nebentüren bei längerer Abwesenheit sichern

Geschlossenes Fenster mit unauffälligem Griff in einem hellen Wohnraum vor einer Reise.

Bei einer längeren Reise wandert der Blick oft zuerst zur Haustür. Ein zuletzt geöffnetes Kellerfenster oder die Terrassentür nach dem Beladen bleibt dagegen leicht unbeachtet. Ein Rundgang entlang der tatsächlichen Zugänge ist verlässlicher als eine allgemeine Erinnerung, „an alles zu denken“.

Die Liste dem Gebäude anpassen

Gehen Sie Raum für Raum vor und erfassen Sie nur die Zugänge, die Sie selbst verantworten. In einem Mehrfamilienhaus gehören gemeinsame Türen in die Abstimmung mit der Verwaltung. An einer fremden Kelleröffnung wird nichts eigenständig verändert. In einem eigenen Haus können Garage, Nebengebäude und seitliche Eingänge zusätzliche Prüfpunkte sein.

Zugänge unterschiedlich kontrollieren
Bereich Worauf achten? Praktischer Schritt
Wohnraumfenster Wurde zuletzt zum Lüften geöffnet? Geschlossenen Zustand beim Rundgang prüfen
Terrassen- oder Balkontür Wurde sie als Packweg benutzt? Nach dem letzten Durchgang erneut kontrollieren
Kellertür Sind Zuständigkeit und Schlüssel geklärt? Gemeinsame Regeln und zuständige Person beachten
Nebengebäude Liegen dort Geräte oder andere Gegenstände? Zugang und vorhandenen Verschluss bewusst einbeziehen

Die Polizei empfiehlt, Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren beim Verlassen zu verschließen; ein gekipptes Fenster gilt dabei nicht als geschlossen. Diese Grundregel ist unabhängig davon sinnvoll, ob Sie für wenige Stunden oder für eine Reise fortgehen. Zusätzliche Technik ersetzt die verlässliche Bedienung der vorhandenen Zugänge nicht.

Mängel vor dem Abfahrtstag klären

Kontrollieren Sie rechtzeitig, ob Griffe und Türen ohne ungewöhnlichen Kraftaufwand bedient werden können. Notieren Sie, wo ein Flügel streift oder ein Verschluss nicht eindeutig einrastet. Eine genaue Beschreibung erleichtert die Rückfrage bei Verwaltung oder Fachbetrieb. Eine selbst improvisierte Nachrüstung ist kurz vor dem Urlaub selten ein gut planbarer Vorgang.

  • Bisher unbekannte Nebenzugänge im eigenen Zuständigkeitsbereich erfassen.
  • Störungen mit Ort und beobachtetem Verhalten dokumentieren.
  • Notwendige Arbeiten vor dem Reisezeitraum abstimmen.
  • Für die letzte Runde eine klar benannte Person bestimmen.

Betreuung während der Reise eindeutig vereinbaren

Wenn eine vertraute Person gießt oder nach der Post sieht, sollte sie wissen, welche Türen sie benutzen darf und wie diese beim Verlassen geschlossen werden. Erklären Sie Besonderheiten an Ort und Stelle. Eine Nachricht mit zehn unklaren Schlüsselfotos ist dafür kein guter Ersatz. Legen Sie gemeinsam fest, bei wem sich die Person bei einem Problem meldet.

Übermitteln Sie Angaben zur Abwesenheit und zu Zugangsmöglichkeiten nicht öffentlich. Ein Reisebericht kann nach der Rückkehr geteilt werden; für die Hausbetreuung genügt eine direkte Absprache. Ersatzschlüssel gehören zu einer vertrauten Person und nicht in ein improvisiertes Außenversteck.

Häufige Fragen

Muss jedes Fenster zusätzlich nachgerüstet werden?

Das kann dieser Rundgang nicht entscheiden. Er prüft zuerst Bedienung und Organisation. Welche technische Nachrüstung sinnvoll ist, hängt von Gebäude und vorhandenen Bauteilen ab.

Darf die Urlaubsbetreuung zum Lüften öffnen?

Das lässt sich vereinbaren. Wichtig ist ein klarer Ablauf, damit die benutzten Fenster vor dem Verlassen wieder geschlossen und nicht versehentlich gekippt zurückgelassen werden.

Was gilt für gemeinsame Kellertüren?

Die bestehende Nutzung und Zuständigkeit müssen abgestimmt werden. Verändern Sie Schlösser und Beschläge nicht eigenmächtig und blockieren Sie keine Durchgänge.

Wie lang sollte die Abschlussliste sein?

So lang wie nötig, um die tatsächlichen Zugänge eindeutig zu erfassen. Eine kurze Liste konkreter Türen ist hilfreicher als viele allgemeine Sicherheitssätze.

Grundempfehlungen: Polizeiliche Kriminalprävention zum Einbruchschutz.